Bekannt unter dem Namen „Nerdbrille“ oder “Hornbrille”, ist die Brille im Vintage-Look, in den letzten Monaten zu einem wahren Verkaufs-Hit herangewachsen. Populär wurde die Nerdbrille zum ersten Mal in den 50er und 60er Jahren. In dieser Zeit wurde sie nämlich gerne von Politikern und Vertreter der Wirtschaftsbranche getragen. Das Image der Brille: Seriös & Mächtig.
In den Jahren danach ist der Hype um die Retro-Brille drastisch gesunken. Kaum jemand trug eine Brille im Oversize-Look auf seiner Nase spazieren. Erst im 21. Jahrhundert entdeckte man den Flair der alt bewährten Zeiten wieder und kombinierte die Brille zu schicken Oberteilen oder Kopfschmuck. Heut wissen wir aber, die Hornbrille ist und bleibt ein Kultobjekt bzw. – objektiv! Das Image heute: Modebewusst!
Die Devise: Man möchte einfach wieder auffallen!
Ob mit den Kleidern aus den vergangenen Zeiten, dem Retro-Bike fürs cruisen durch die Stadt oder eben dem Oversized-Look im Gesicht.
Derzeit liegt der Retro-Style in “Ray Ban Wayfarer” -Optik einfach total im Trend! Must-Have!
Auch Stars wie Lady Gaga, Johnny Depp oder Kult-Figur Joko auf ProSieben lieben ihre Hornbrillen und tragen ihre Retro-Brille gerne als auffälliges Accessoire zu ihren lässigen Outfits.
James Dean hingegen schämte sich für seine Hornbrille so sehr, dass er sie auf Fotos fast nie trug. Dabei kann doch einen schönen Mann nichts entstellen? Ich denke sogar, dass hätte ihn noch attraktiver wirken lassen! Oder was denkt ihr?
Charakteristisch für die Hornbrille im Retro-Stil der fünfziger und sechziger Jahre sind auf jeden Fall ihr breites Brillengestell, die großen Brillengläser und die abgerundeten Glasformen. Wer aber jetzt denkt, dass Nerdbrillen nur Brillenträgern vorbehalten sind, der irrt! Durch ihre große Popularität werden die Retro-Brillen auch ohne Stärke verkauft. Sprich, Nerdbrille mit Fensterglas. Meist sind auch genau diese Brillen der Verkaufsrenner unserer heutigen Zeit, da die Träger eben modische Akzente setzen wollen und nicht den Zweck zum Lesen sehen.
Warum eigentlich Nerdbrille?
Als „Nerd“ wurden damals Streber oder Computerfreaks betitelt – mit denen man auch eine große Brille assoziierte. Da Anfang der 40er Jahre die Hornbrille populär wurde, nannte man sie deshalb liebevoll „Nerd-Brille“.
Und warum auch der Name Hornbrille?
Der Begriff Hornbrille ist die Ursprungsbezeichnung des heute geläufigen Begriffes “Nerdbrille”. Da die Brillen im Vintage-Look anfangs noch per mühseliger Handarbeit hergestellt wurden, zählten in erste Linie die Aspekte Haltbarkeit und Belastbarkeit. Nach langem hin und her entschied man sich schließlich nicht für normales Holz, sondern Rinder- oder Hirschhorn. Und wie der Name schon sagt, entstand aus den Wörtern “Hirschhorn” und “Brille” der Begriff “Hornbrille”. Mittlerweile wäre der Aufwand zu groß, jede einzelne Brille mit Hirschhorn zufertigen. Natürlich aber wollte man auch die Tierwelt schonen und nutzt zur Brillenerstellung seither hochwertigen Kunststoff oder Cellulose-Acetat.
Kultig! Heißbegehrt sind die Hornbrillen vor allem auf den neuen Disco-Trend-Bewegungen, den Atzenpartys. Wer Glück hat bekommt die Nerdbrillen auf aktuellen Veranstaltungen sogar geschenkt. Die Preisspanne liegen bei Nerdbrillen von 2 EUR bis hin zu 200 EUR. Bekannte Kult-Marken sind die Brillen von Ray Ban Wayfarer.














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Nelle
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Bert
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Werner Zorn
Hallo Sam,
Nerdbrillen haben sich nun ein wenig “verfeinert”. Immermehr werden die sogenannten “Balkenbrillen” getragen. Dabei ist die Brillenfassung aus Metall mit “Oberteilbalken”, meist schwarz oder dunkelbraun. Diese Fassungen gehen auf das Fassungsmod. “Ronsir” des amerikanischen Herstellers “Shuron” von 1941 zurück. Berühmt wurde die Fassung z.B. durch Kevin Costner (in “JFK”) oder Tom Hanks (Catch me if you can). Du kannst Bilder dieser Fassung von meiner Internetseite http://www.50er-jahre-brille.de verwenden und hier einstellen.
Heiko
Toller Artikel, da setz ich meine “Nerdbrille” doch gleich noch lieber auf
!