Games — 13 September 2011

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Die Geschichte der Videospiele

Für viele steht fest: „Pong“ – das geliebte Kultspiel der 70er Jahre gilt als der Urvater aller Videospiele. Mit seiner Geburtsstunde im Jahre 1972 legte der Game-Klassiker nicht nur den Grundstein für die heutige Spielewelt, sondern gab auch den Entscheiden Anstoß für die Beliebtheit der heutigen Spiele-Industrie.

Wir zocken allein, wir zocken gemeinsam, wir zocken Zuhause, wir zocken auf LAN-Partys, wir zocken online, wir zocken offline, wir zocken überall!

Aber wer zockte wirklich zuerst? Und vor allem was zockte man zuerst?
- Soviel steht fest, es war jedenfalls nicht „Pong“!

Um zu den Anfängen der heutigen Videospiel-Technologie zu gelangen, müssen wir in der Zeit fast ein halbes Jahrhundert nach hinten blicken. Genau vor 45 Jahren, im Jahre 1946, entwickelte der amerikanische Wissenschaftler Thomas T. Goldschmith Jr., den ersten Spiele-Prototypen mit dem Namen „Cathode Ray Tube Amusement Device“. Eine Art Raketensimulation die nicht wie heute per Gamepad oder Maus, sondern einzig und allein mit einem Drehknopf bedient wurde. Goldschmith erhielt für dieses „Spiel“ zwar 1948 ein Patent, dennoch blieb der weltweite Erfolg aus.

Wenige Jahre nach Goldschmiths revolutionärer Erfindung, folgte die Spiele-Variante von A. Sandy Douglas. Im Jahre 1952 präsentierte er nämlich das Spiel „OXO“, das erste virtuelle Tic-Tac-Toe-Spiel überhaupt. Zum ersten Mal konnte man nun ein Spiel über eine Tastatur fernsteuern.

Viele kennen das Spiel auch aus langen Auto-Touren mit der Familie, wo man mit der Schwester oder dem großen Bruder, die Kästchen noch auf die beschlagene Fensterscheibe gemalt hat.  Ein Spiel alà „Vier-Gewinnt“.

Zwar konnte Douglas mit seinem „OXO“ einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen, dennoch hatte das Spiel einen großen Haken. Das Spiel war ausschließlich auf sogenannten „EDSAC-Computer“ möglich und diese Technik war leider nur Wissenschaftlern oder Technikern vorbehalten. Für den kommerziellen Vertrieb einfach viel zu teuer!

Aber auch weiterhin blieben Wissenschaftler und Tüftler am Ball.
War „Ball“ vielleicht auch das Schlagwort?

Zumindest im Jahre 1958, denn der technikversierte William Higinbotham entwickelt am Brookhaven National Laboratory in den USA das bis heute bekannteste Videospiel namens „Tennis for Two“. Für viele das erste „wahre“ Videospiel überhaupt! Higinbotham nutze zum Spielen einen Analogcomputer und einen 12,5 cm großen Oszilloskop.

Was ist ein Oszilloskop? Ein Oszilloskop ist ein elektrisches Meßinstrument, mit dem zeitabhängige, elektrische Größen, meist in Echtzeitdarstellung, sichtbar gemacht werden können. Es erfolgt meist eine zweidimensionale Darstellung der Meßgröße in Form eines Oszillogramms, wobei eine Dimension die Zeit und die zweite Dimension eine elektrische Größe darstellt.

Der Spielaufbau war gänzlich einfach und erinnert uns komplett an das Spiel „Pong“. Das Game „Tennis for Two“ zeigt ein Tennisfeld aus Vogelperspektive. Bespielt wurde es von zwei Spielern die mit einem Schläger versuchen mussten, den Ball über das Netz zu schlagen. Dabei war der Schläger ein verpixelter Strich der nur vertikal (von oben nach unten) zu steuern war. Gesteuert wurde das ganze durch zwei kleine Kästen, die einen Knopf zum Schlagen und einen Knopf zum Einstellen des Flugwinkels besaßen. Das erste Multiplayerspiel war geboren!

Nun wissen wir: „Pong“ ist zwar der Urvater der Videospiele, aber „Tennis for Two“ die Mutter von „Pong“.

Wieso aber hatte nicht schon „Tennis for Two“ den kommerziellen Durchbruch?
- Nun ja, leider waren Videospiele immer noch viel zu teuer..

Wenige Jahre nach dem Kult-Klassiker von Higinbotham, feierte auch ein weiterer Wissenschaftler seinen Durchbruch in Sachen „Videospiel“-Entwicklung.

Steve Russel tüftelte 1961 an dem ersten „rein digitalen“ Computerspiel. Seine Erfindung, das erste Computerspiel namens „Spacewar“. Ein Spiel das nicht aus mechanischen Bauteilen aufgebaut, sondern durch ihn selbst, über einen PDP-1 Minicomputer programmiert war. Laut eigener Aussage brauchte Russel rund 200 Arbeitsstunden um den ersten Prototypen der „Spacewar“-Konsole zu entwickeln. Leider war die Rechenleistung der ersten  Geräte so schwach, dass die Gegner anfangs noch nicht vom Computer simuliert werden konnten. Erst ein Jahr später, 1962, wurde die endgültige Version vorgestellt mit der man (endlich) gegen virtuelle Gegner zocken konnte.

Im Lauf der 60er Jahre wurden zwar weitere Spiele wie beispielsweise „Space Travel“ auf dem Spiele-Markt eingeführt, dennoch bleiben weltweite Erfolge oder gar der Durchbruch der Videospiel-Industrie aus.

Erst die 70er Jahre brachten den bislang so erhofften Aufschwung in der Videospiel-Technologie. Durch den enormen Fortschritt in der Fernsehtechnologie konnten nun auch Ökonormal-Verbraucher in den Genuss von Videospielen gelangen. Jedoch nicht durch eine Spiele-Konsole für den häuslichen Gebrauch wie wir es heutigen Zeiten kennen, sondern in erster Instanz durch sogenannte „Arcadeautomaten“. Diese Automaten wurden weitläufig in Kinos oder Bar aufgestellt und konnten per Münzeinwurf gespielt werden.

1972 – ihr ahnt es schon – wurde schließlich der erste und erfolgreichste Arcadeautomat von Atari Gründer Nolan Bushnell in Auftrag gegeben. Das erste darauf bespielbare Videospiel war „Pong“ und führte zur weltweiten Massenhysterie.

Zwar war „Pong“ eine Kopie des bereits 1958 entwickelten „Tennis for Two“ und dem Spiel „Ping-Pong“ das ein Jahr zuvor (1971) von Erfinder Ralph Baer auf dem Markt erschien, dennoch kam erst mit Atari-Version die Wende.

Eine bittere Pille die Ralph Baer damals schlucken musste, denn nicht nur das Atari seine Spiele-Idee klaute, auch seine eigene Erfindung die Konsole „Magnavox Odyssey“ floppte. Baer’s Vision war es die Spielekonsole ins heimische Wohnzimmer zu holen, aber bis Ende der 70er Jahre gab es für die meisten nur der Gang in die benachbarte Spielhalle.

Einziges Trostpflaster für Baer war eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 700.000 Dollar. Jedoch durfte Atari das Patent an seinem ursprünglichen „Ping-Pong“ weiter nutzen und schaffte es bis 1983 über 8.000 Pong-Automaten – weltweit – zu verkaufen. Für Atari war die Schadensersatzzahlung im Nachhinein wohl nur Peanuts.

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"Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben." - Ein Zitat von Eleanor Roosevelt. Soweit ich zurück denken kann, war ich schon immer ein Träumer. Ich habe mir immer eingebildet in eine Großstadt zu ziehen und ich hab es getan. Ich wollte aus meinem tristen Alltag entgleißen und hab es getan. Ich wollte das Leben leben, dass ich immer für richtig hielt und habe es getan. Ich bin der beste Beweis, dass Träume war werden können, wenn man an ihnen festhält .. So wie ich heute an meinen Blog festhalte und weiß, dass er einst mehr als nur eine handvoll Menschen erreicht. (Mehr Info's über mich findet ihr unter dem Kategoriepunkt "Gestatten"!)

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