Music Monday:
Retro gelebt, Musik geliebt.
The Black Keys bestehen aus dem bärtigen Sänger und Gitarristen Dan Auerbach und dem nerdig wirkenden Schlagzeuger Patrick Carney. Ihren Usprung hat die Band in Akron, Ohio.
Ruppiger, dreckiger LoFi Sound, zuhause im Keller auf einem Tascam 388 8-Trackrecorder aus den 80ern aufgenommen. Unbeabsichtigte Hintergrundgeräusche auf den Platten.
Wäre natürlich jammerschade, wenn das alles wäre. Aber The Black Keys sind so viel mehr:
Im Vordergrund steht immer die Musik: schneidige Gitarrenriffs auf rauem Schlagzeug.
Bluesrock, psychedelic, ein wenig Glam und Instrumental. Das ist ein kleiner Teil der großen Musikalischen Palette der Black Keys.
Erinnert wird man unter anderem an Black Sabbath, T.Rex, The Rolling Stones, CCR und Jimi Hendrix. Die 60er und 70er grüßen dich aus deinen Boxen.
Brothers von 2010 war ihre bislang erfolgreichste Platte, in der immerhin schon 10 Jahre und 7 Alben andauernden Bandgeschichte. Man sahnte bei den Grammy Awards 2011 ordentlich ab, holte sich 3 von den 5 nominierte Auszeichnungen, für Best Alternative Music Album, Bestes Aufnahme-Paket und Beste Rock-Performance mit Gesang einer Gruppe für ihren Titel Tighten Up
In den Billboard Charts hat sich die LP auf den dritten Platz gehievt.
Straighter Rock mit deutlich eigenem Charakter, mit Verzicht auf verschnörkelter Verspieltheit, geprägt durch Minimalismus und der unverkennbaren Stimme von Dan Auerbach.
Der oft gezogene Vergleich mit den White Stripes ist da nicht ganz fehl am Platz, nicht nur weil beide Bands fast gleichzeitig raus kamen und aus jeweils 2 Mitgliedern bestehen.
Auf den neueren Platten hat sich die Aufnahme- und Nachbearbeitungstechnik verfeinert, vom ganz „billigen“ Sound ist man abgekommen. Der Authentizität tut dies aber keinen Abbruch.
The Black Keys wirken oft unscheinbar, zu unscheinbar für die große Musik, die sie spielen. Aber vielleicht macht genau das die Faszination der Band aus. Eigentlich egal- ich werde jetzt die Brothers oder die Attack & Release auflegen und mich von den beiden Rockgöttern mal wieder aufs neue umhauen lassen!
Your Touch von der Platte Magic Potion








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